Wie sieht der Alltag Ihres Autorenlebens aus?
Bis neun Uhr gehört der Morgen der Familie, dann ist etwas Zeit zum Zeitunglesen (eine wichtige Recherchequelle!), je nach Arbeitsvorkommen mehr oder weniger. Dann geht es an den Schreibtisch, egal, wie ich drauf bin, und ich beginne mit der Überarbeitung des am Vortag Geschriebenen. Das hilft in der Regel, wieder in das Buch hineinzukommen. Wenn es gut läuft, halte ich bis zwei oder drei Uhr am Nachmittag durch. Dann, nach einer Pause, wird das Telefon wieder angeschaltet, der zweite Computer mit dem E-Mail-Programm hochgefahren und die Post hereingeholt, und es wird alles erledigt, was aufgelaufen ist in den vergangenen Stunden. Der Abend ab 18 Uhr gehört dann, wenn die Zeit es zulässt, wieder der Familie. In
Wie sieht der Alltag Ihres Autorenlebens aus?
den Phasen kurz vor Abgabe eines Manuskripts kann es vorkommen, dass ich zu dieser Zeit wieder abtauche und mit dem Schreiben weitermache. Spät am Abend ist dann die Zeit des Denkens, da werden (häufig beim Zähneputzen) Lösungen für Probleme gefunden, die während des Schreibens im Laufe des Tages aufgekommen sind. Und wo das Zähneputzen nicht hilft, da hilft meine Frau, die schon seit vielen Jahren meine Stoffe dramaturgisch betreut – ein Geschenk! So jemanden sollte jeder Autor, jede Autorin zu Hause haben!